SOMMERSHOOTINGS SIND LIFESTYLESHOOTINGS UND VOLL IM TREND

Fotograf Braunfels

Wer lebendige Bilder mag, sollte jede Möglichkeit für ein Sommer-Shooting oder ein Lifestyle-Shooting nutzen. Es ist eine einzigartige Jahreszeit für tolle Bilder in einer wunderbaren Umgebung, die jedem Bild ein besonderes Flair verleiht, Lifestyle eben. Außerdem sind die Temperaturen angenehm und wer mag, darf auch mal Haut zeigen.

Outdoor ist Outdoor

Für ein Outdoor-Shooting sind die unterschiedlichsten Locations möglich. Wer jetzt grandiose Landschaften erwartet wird jedoch überrascht sein, denn Menschen, die nicht so häufig oder vielleicht das erste Mal vor einer professionellen Kamera stehen, sind verblüfft, wenn ich ihnen eine Location vorstelle. Doch das Bild entsteht ja immer zuerst im Kopf des Fotografen, das bei mir ist das nicht anders. Mit der Zeit sieht „man“ die Welt gefiltert und viele Details im Umfeld offenbaren sich meinem Auge und werden erstmals sichtbar. 

Sommershooting – on location

Was macht das Sommer Shooting so anders? Worin unterscheidet sich ein Sommerfoto von einem Bild, das im Herbst oder gar im Winter entstanden ist? Die häufigste Antwort auf die Frage, die ich zu hören bekomme, lautet: im Sommer ist die Natur so wunderschön grün, alle Blumen sind so schön bunt…, aber ein Bezug zu einer Portraitaufnahme kann nicht hergestellt werden. Als Portraitfotograf interessiert mich natürlich das Model an erster Stelle. Fotografiere ich im Wald oder in der Landschaft, versuche ich meinen Bildern die Verbindung zwischen Natur und Mensch mitzugeben. Menschen erleben diese Natur gerade in dem Augenblick, in dem ich sie fotografiere und sie erleben sie mit all ihren Sinnen. 

Im Sommer lässt sich diese emotionale Stimmung besonders gut einfangen. Sonnenlicht erzeugt meistens eine positive Grundstimmung. Beim Shooting wird das noch gesteigert und es geht nie ohne Lachen und Spaß. Die anfängliche Unsicherheit vergeht, die Zeit rast unbemerkt davon und alle tauchen ganz tief in eine andere Welt ein. Plötzlich kann das Model sich z.B. der Schuhe entledigen und auch mehr körperbetonte Kleidung tragen, die Figur richtig zur Geltung bringen. Die Emotionen spiegeln sich natürlich in den Bildern wider.

Welche Plätze eignen sich besonders gut?

Als Fotograf kann ich Dich einem Wald, in einer Parkanlage oder an einem See ablichten. Damit die Aufnahmen gelingen, muss das Zusammenspiel zwischen Dir und mir stimmen. Wundere Dich nicht, wenn ich vor Dir auf den Boden liege oder auf den kleinen Klapphocker steige, den ich meistens dabeihabe.  Mit ungewöhnlichen Blickwinkeln spielen, heißt die Aufgabe. Immer etwas Besonderes aus der Situation herauszuholen. Outdoor-Fotografie bietet die Möglichkeit, wirklich einzigartige Aufnahmen zu machen.

Die warmen Sommerfarben bilden dabei die richtige Begleitung. Ein reifes Weizenfeld, ein paar Kornblumen am Wegesrand oder ein Baum in der Landschaft sind tolle Plätze für ein Sommer-Shooting. Grasränder entlang der Wege sind für mich immer wieder eine superschöne Kulisse, mit der ich im Bild spiele. Auch die Blumenwiese kommt in meinen Bildern vor, doch immer ist das Model mein Hauptmotiv.

Wie ich meine Locations finde

Wenn ich ein Shooting vereinbare, nenne ich den Ort, wo wir fotografieren erst kurz vorher. Warum so ein Geheimnis? Ist es nicht, ich muss die Location nur noch finden. Mein Motto: „Fotografieren kann man überall“ bestätigt sich immer wieder. Wenn ich unterwegs bin, fallen mir immer wieder Stellen auf, die ich in ein fertiges Bild projiziere. Mitfahrer in meinem Auto kennen das, wenn ich plötzlich irgendwo anhalte und mir eine kleine Notiz mache. Ort, Zeit, Sonne, Himmelsrichtung, fertig und weiter. Habe ich erst einmal einen Startpunkt, finden sich weitere schöne Plätze meist in unmittelbarer Umgebung.

Die schönsten Sommerbilder aus 2019 findest Du hier:

Das Sommer-Shooting 

Sommertage beginnen früh und dauern lang. Die schönste und beste Lichtstimmung offenbart sich in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden. Im Hochsommer stellen diese Zeiten das Verhältnis zwischen mir und meiner Frau (der besten Frau der Welt) stellenweise auf die Probe. Jeden Tag um 23:00 heimkommen, wird dann ebenso spannend, wie ein super sensationelles und natürlich besonders wichtiges Shooting am Wochenende. (Für meine Frau: „Meine Liebste – ich danke Dir jeden Tag für Dein Verständnis und Deine persönliche Unterstützung.“) Alles gut – alles ist machbar, nur die Menge macht’s. Die „Frühmorgentermine“ (was für ein Wort?) sind für mich entspannter. Aufstehen, Rucksack ins Auto, losfahren – ganz einfach. Ein Model für 6:00 Uhr früh an eine Shooting Location zu bestellen, kann eine Herausforderung sein. Makeup und Haare fordern zeitlichen Tribut, also noch viel früher aufstehen. Das machen nur wirklich Fotografie- Infizierte.  Tagsüber shooten oder in der Abendsonne noch einmal zwei Stunden fotografieren, das kennen wir ja alle und ganz zweifelsfrei können superschöne Bilder entstehen. Aber ganz früh morgens fotografieren…?

Wie es ist, ganz früh morgens zu fotografieren?

Ich erzähl es Euch: „Seit 20 Minuten stehe ich schon am Treffpunkt. Ein Mitfahrparkplatz irgendwo in der zentralen Wetterau. Es ist noch dunkel, am Horizont macht sich ein schwacher Lichtstreifen an der letzten Nacht zu schaffen. Ich bin viel zu früh, ich weiß, dreh das Radio etwas leiser und versuche zu hören, schau noch einmal auf’s Smartphone, wo waren die Bilder, die ich mir für heute früh abgespeichert hatte?  Der Kaffeebecher ist schon leer, die Sonne bereits aufgegangen. Die 6:00 Uhr Nachrichten sind gerade durch, ständig kommen Fahrzeuge auf den Parkplatz gefahren, halten, andere fahren weiter. Es klopft an mein Beifahrerfenster – ich sah nicht, dass sie die andere Einfahrt benutzt hatte. Wir begrüßen uns kurz und fahren schnell an die Location, es sind nur ein paar hundert Meter. 

Eigentlich macht das Licht schon alles hell aber die Sonne steht noch sehr tief hinter dem Horizont. Irgendwo an einer vermeintlich x-beliebigen Stelle auf einem Feldweg halten wir. Mein Model, Lissi, schaut mich an: „hier?“. Hier ist’s, lautet meine kurze Antwort. Wir steigen aus, ich greife nach meinem Rucksack, Lissi hat einen Spiegel in der einen Hand und eine Bürste in der anderen. „Das ist ganz schön kalt“, höre ich sie sagen. „Willst Du sensationelle Bilder, wirst Du ein wenig leiden müssen, also lass uns beginnen“. Auf einer Wegböschung, im schon ganz gelben Gras weise ich Lissi ein, zeige ihr welche Pose sie einnehmen und wohin sie ihren Blick richten soll. Immer noch klammert sie ihre Arme fest um ihren Körper „Scheiße ist das kalt“, wir lachen. Ich halte ihr noch einmal meine Bildideen vor. Während ich meine Kameraeinstellungen prüfe, blinzelt ein erster Sonnenstrahl über die Hügelkante, es geht los, Lissi! 

Lissi ist ein großartiges Model, völlig gelassen nimmt sie selbständig ihre Posen ein, ihre Blicke sind schon jetzt grandios. Kurze Bildkontrolle am Display, Augen scharf? Jetzt die Blende noch einmal ganz auf machen. Ich bin überrascht – super schön in diesem einzigartigen Licht, die Geräuschkulisse ist noch sehr gedämpft. Wir wechseln noch zweimal die Location, hier ein markanter großer Stein, dort ein Feld mit Bohnen. Hinein und „setz dich ganz tief runter“, rufe ich Lissi nach, ja sehr schön, Blick nach rechts, nach links, fertig! Die Sonne schickt ihre ersten stechenden Sonnenstrahlen herunter zu uns, die Wärme tut gerade noch gut. Schnell noch ein paar Bilder im Gegenlicht und das war es. Eine Stunde ist herum, schade, vorbei, das war’s.Inzwischen ist es kurz nach 7:00 Uhr, ich bringe Lissi noch schnell zu ihrem Auto und wir verabschieden uns. „Dankeschön, Lissi“ rufe ich ihr noch hinterher, sie winkt mir zu, ohne sich umzudrehen… Jetzt beginnt der Tag noch einmal neu. 

Am Abend komme ich dazu, unsere Bilder vom frühen Morgen herunterzuladen und am Bildschirm zu betrachten. Ich bin begeistert von Lissi, diesem ausdrucksstarken Model und freue mich über ein paar wirklich krasse Bilder.Meine erste Auswahl leite ich inzwischen an Lissi weiter und schon wenige Minuten später höre ich förmlich, wie Lissi vor Freude über die tollen Bilder auf ihrem iPad jubelt.   

Der Sommer ist schnell vergangen

…aber noch nicht ganz herum. Der Spätsommer, durch den August und in den ersten Septembertagen bietet noch manch schöne Stunde bei tiefstehender Sonne. Die Natur verändert die Landschaft täglich, jahreszeitlich verändert auch die Erde ihre Position zur Sonne.  Als Fotograf sehe ich Licht, wo es sonst nicht zu sehen ist. Ich habe eine neue Location gefunden.

Der Herbst kündigt sich an, das üppige Grün weicht dem Gelb und dem Orange. Die Wälder verfärben sich, das Laub fällt und Licht kommt an Stellen, die vorher im tiefen Schatten lagen. Der Herbstwald, bietet grandiose Szenerien, wenn z.B. das Laub im leichten Wind herunterfällt, alles leuchtet in warmen Farben. An einem sonnigen Tag kann das Licht auch störend wirken. Es reflektiert die gelben und orangen Töne und ein Portrait zu fotografieren wird fast unmöglich. Dennoch, es ist mit die beste Zeit um tolle Portraits und Szenen einzufangen. Auch bei Regen lassen sich tolle Ideen umsetzen und tolle Bilder entstehen. Erst mit den abfallenden Temperaturen nehmen auch die Outdoor-Shootings deutlich ab. 

Zeit sich etwas Neues einfallen zu lassen 

Die schönsten Sommerbilder aus 2019 findet Ihr hier

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